Wilder Wein ist für Fassadenbegrünung ideal geeignet. Quelle: knipseline / pixelio.de
Leipzig soll grüner werden. Mit dem Projekt „Kletterfix – Grüne Wände für Leipzig“ unterstützt der Ökolöwe alle Leipzigerinnen* beim Anlegen von Fassadenbegrünungen. Gefördert wird es vom Amt für Stadtgrün und Gewässer der Stadt Leipzig, da es im Luftreinehalteplan der Stadt verankert ist. Jede Hauseigentümerin, aber auch jeder Mieter kann sich für das Projekt anmelden. Der Verein Ökolöwe hilft euch, die Voraussetzungen zu klären und unterstützt dabei, die richtigen Pflanzen für den jeweiligen Standort und eure Vorstellungen zu finden. Im Stadtgarten Connewitz könnt ihr euch fünf Pflanzen abholen, mit denen ihr zur Verbesserung des Mikroklimas in der Stadt beitragen könnt.
Vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
Fassadenbegrünung sieht nicht nur schön aus, sie kann auch was. Zum einen trägt sie zur Feinstaubentlastung und somit zu einem besseren Klima in der Stadt bei. Insekten und Vögel nutzen die neu gewonnene Natur als Nistplätze und zur Futtersuche. Und es entstehen neue Biotope mitten in der Stadt. Zum anderen schützt die Blätterschicht die Wand vor extremen Temperaturschwankungen. An heißen Sommertagen kühlt der Schatten der Blätter, im Winter halten immergrüne Kletterpflanzen die Wärme in der Wand zurück. Auch großflächige Graffitiflächen bietet ein Haus mit einer straßenseitigen Fassadenbegrünung nicht mehr.
Farbgestaltung mit verschiedenen Kletterpflanzen. Quelle: tataaa / pixelio.de
Die Mitarbeiterinnen des Vereins Ökolöwe sagen euch, was ihr beachten müsst. Wollt ihr zum Beispiel auf der Straßenseite die Fassade verschönern, muss gegebenenfalls die Stadtverwaltung gefragt werden, weil ihr ja aus dem Fußweg eine Pflanzgrube ausheben müsst. Auch wenn ihr als Mieter eine Fassadenbegrünung anlegen wollt, ist das möglich. Ihr könnt euch am 8. Juli und am 12. August im Stadtgarten Connewitz beraten lassen. Außerdem ist der Kletterfix-Infostand immer mal wieder bei verschiedenen Stadt(teil)festen zu finden. Geht einfach mal hin!
Ich finde diese Initiative wunderbar und werde demnächst mal bei meinem Vermieter nachfragen, was er davon hält.
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Seit drei Jahren wächst die Himbeere jetzt in einem Kübel auf dem Balkon. Im ersten Jahr konnten wir genau eine Himbeere ernten. In diesem Jahr trägt sie so gut, dass alle naschen können. Lecker!
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In Ihrem Buch „Urban Gardening. Gärtnerglück für Großstadtpflanzen.“ werden Schrebergärten, Dachgärten, Balkongärten und andere Gartenformen vorgestellt. Mit mitreißenden Texten und wunderbaren Fotos werden die grünen Oasen in der Stadt gezeigt. Die Gärtner scheint dabei die Sehnsucht nach mehr zu verbinden. Viele der im Buch vorgestellten Gärtner erzählen davon, wie sie auf Fensterbrett oder Balkon mit einer einzigen Pflanze begonnen haben und sie dann immer größere Sehnsucht nach mehr Platz zum Gärtnern bekamen. Auch eine Gartenvergangenheit scheint die urbanen Gärtner zu verbinden. Es ist schon auffällig, dass viele von ihnen Kindheitserinnerungen an die Gärten ihrer Eltern oder Großeltern teilen.
Neben den Schrebergärten, die es ja schon lange gibt, werden in dem Buch zahlreiche neue Möglichkeiten des Gärtnerns in der Stadt vorgestellt. Neben dem Garten auf der Dachterrasse, dem Balkon oder im Hinterhof werden auch ungewöhnlichere Projekte gezeigt. Zum Beispiel der Garten, den eine Agentur auf dem Dach für seine Mitarbeiter anlegt. Oder ein Garten auf einem Supermarktdach in London. Das Gemüse wird dann gleich im Supermarkt verkauft. Auch Gemeinschaftsgärten, zum Beispiel auf der Reeperbahn oder dem ehemaligen Flughafen Berlin Tempelhof, werden vorgestellt. Eine Stadtimkerin erklärt, wie sie zu ihrer Dachimkerei kam. In dem Buch erfährt man außerdem, wie man einen Garten im Einkaufswagen oder in einem Schlagloch anlegt.
In jedem Kapitel sind Anleitungen und Tipps für erfolgreiches Stadtgärtnern enthalten: Miniteiche, Insektenhotels, Gewächshaus aus alten Fenstern, Bewässerungssysteme, Hochbeet, Bienenkiste und natürlich Samenbomben, die in keinem Buch über urbane Gärten fehlen dürfen.
Fazit: Ein rundum gelungenes Buch, dass die ganze Vielfalt des Urban Gardening zeigt.
Das Buch kann man direkt beim Verlag bestellen oder hier:


Die Himbeere wächst super. Überall im Topf kommen kleine Triebe raus, auch zwischen den Krokussen:

Auch die Tomaten wachsen wie verrückt. Dank Garten weiß ich jetzt auch, wohin damit.

Ich sagte ja, dass ich die Gartenexperimente auf dem Balkon fortführen werde, deshalb wächst im Blumenkasten Pflücksalat:

Der Artikel erschien bei Global Voicesund wurde von Juliana Rincón Parra geschrieben.
In Kenia lernen Stadtbewohner verschiedene Techniken, Nahrungsmittel für den Verzehr oder Verkauf selbst auf kleinem Raum anzubauen. Für Menschen mit einem geringen Einkommen, kann „Urban Gardening“ (also Stadtgärten) ein Weg zu Nahrungsmittelsicherheit sein. Die nachfolgenden Videos zeigen, wie Pflanzen in Containern mit wenig Platz und Ressourcen angebaut werden können.
Aus der Dokumentation „God save the green“ (Gott schütze das Gemüse) von „Mammut Film Production“ von Michele Mellara und Alessandro Rossi stammt dieser kurze Ausschnitt über Taschengärten, die es städtischen Gärtnern in Nairobi erlauben, auf einem Quadratmeter genug Blattgemüse für eine sechsköpfige Familie anzubauen, indem sie in die Höhe gehen:
Be a Blessing Today (Sei heute ein Segen) hat eine Reihe Videos hochgeladen, die verschiedene Techniken des „Urban Gardening“ aus ihrem eigenen Garten in Kenia zeigen. Eine davon ist die oben gezeigte Taschenmethode, mit einigen Verbesserungen, die die Bewässerung einfacher machen:
Zwei andere Methoden, die von „Be a Blessing“ geziegt werden, sind die Hochbeete und der Treppengarten. Beide Arten gewinnen Platz für einfacheres Anpflanzen, indem sie Hochbeete nutzen, bei denen man sich nicht bücken muss, und die es erlauben, über Beton anzupflanzen.
Andere Techniken, die für Menschen nützlich sind, die Nahrungsmittel auf begrenztem Raum anbauen, werden von Menschen aus aller Welt auf YouTube geteilt. Das folgende Video zeigt zum Beispiel, wie alte Plastikflaschen genutzt werden, um Gemüse in einem vertikalen Garten anzubauen:
Hier werden Pflanzen auf und in einem Plastikcontainer aus einer großen Wasserflasche angepflanzt:
Dieses Video zeigt uns, wie man auch alte Autoreifen als Gefäße für Pflanzen nutzen kann:
]]>Auf der Republica 2012 hat Britta Riley die Entwicklung ihres Projektes vorgestellt:
Einige Punkte ihres Vortrages haben mir so gut gefallen, dass ich sie hier gern teilen möchte:
Sie spricht von „R&D-I-Y“ (Research and Develop it yourself), was so viel heißt, wie „erforsche und entwickle es selbst„. Diesen Ansatz finde ich ganz hervorragend. Riley sagt, dass jeder das Potential hat, Ideen umzusetzen und Innovationen zu schaffen. Wir sollten aufhören, wie Konsumenten zu denken, und die Dinge selbst in die Hand nehmen.
Was sich dahinter verbirgt ist der Gedanke, dass jeder die Welt ein kleines bisschen besser machen kann. Sei es durch die Mitarbeit an einem System für einen Fenstergarten, sei es durch den Verzicht auf Schokolade von bestimmten Herstellern, deren Produktionsweise man ethisch nicht vertreten kann, sei es durch Unterstützung eines globalen Kommunikationsprojektes.
Ein weiteres Thema ihres Vortrages, den ich sehr bedenkenswert fand, war: Zeige deine Fehlschläge. Britta Riley weist darauf hin, dass das Projekt so erfolgreich ist, weil die Menschen gemeinsam an einem Problem arbeiten können. Man muss bereit sein, Dinge zu veröffentlichen, die nicht funktionieren. Sie sagt: „A green thumb is not something that you’re born with. It’s something that is developed by killing plants. And than figuring out why you killed them.“ So entsteht Wissen. Man macht einen Fehler, veröffentlicht es, sucht nach Lösungen (eventuell gemeinsam mit anderen), um den Fehler in Zukunft zu vermeiden, Lösungsstrategien entstehen. Auf diese Art und Weise lernen wir voneinander.
Die Aussage, dass man nicht mit einem grünen Daumen geboren wird, finde ich übrigens sehr beruhigend!
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Besucher im Querbeet

alte Rohre als Pflanzgefäße

In den Kisten wachsen Erdbeeren.

Garten für alle - Ein Schild am Eingang lädt in verschiedenen Sprachen ein.

Hochbeete - mobile Pflanzflächen, da man nicht weiß, wie lange man die Fläche nutzen darf.

Mehr Hochbeete

Noch mehr Hochbeete

Privatbeet

Sitzecke

Einen trockenen Südhang gibt es auch.

Kartoffeln wachsen in Säcken.
Liebe Querbeetler, ich wünsche euch viel Erfolg mit dem Garten! Falls es mir mit den Kürbissen auf dem Balkon zu eng wird, dann komme ich damit zu euch.
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