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Das Buch „Zwiebel, Safran, Fingerhut. 50 Pflanzen, die unsere Welt verändert haben“ ist für mich die Entdeckung des Jahres. Auf 223 Seiten werden 50 Pflanzen vorgestellt, die die Menschheitsgeschichte veränderten. Das Buch erschien 2010 auf Englisch und wurde nun in der Übersetzung von Frank Auerbach beim Gerstenberg Verlag, der für besonders schöne Bücher bekannt ist, veröffentlicht.
Obwohl hier die Weltgeschichte anhand bestimmter Pflanzen, also durch die Blume, erzählt wird, wird die Kritik an einigen modernen Entwicklungen durchaus unverblühmt geäußert. Zum Beispiel die Verdrängung der traditionellen Anbauweisen in tropischen Wäldern durch Monokultur von Kokos- oder Ölpalmen. Gleich zu Beginn des Buches wird klargestellt: Die Pflanzen sind älter als wir. Dieses Buch will dazu beitragen, sich bewusst zu machen, wie die Pflanzen unser Leben auf der Erde bestimmt haben. So schreibt Bill Laws in der Einleitung:
„Die Gefährdung oder Vernichtung unserer Pflanzenwelt könnte den Gang der Geschichte für alle Zeiten besiegeln.“
Die einzelnen Kapitel sind unterschiedlich lang und nach den lateinischen Pflanzennamen sortiert. Dabei geht es nicht nur um die Pflanzen an sich, sondern es werden in Infokästen oder Bildunterschriften noch zahlreiche zusätzliche Informationen oder botanische Details geliefert. Im Eintrag zur Ananas erfährt man so beispielsweise, wozu ein Wardscher Kasten diente: zum Transport exotischer Pflanzen nach Europa. Eigentlich wurde er erfunden, um Motten zu züchten und zu studieren.
Die Informationsdichte in diesem Buch ist überwältigend. Kein Satz ist zu viel. Jedes Wort enthält eine zusätzliche Information. Deshalb ist es ein wunderbares Buch zum Stöbern. Man kann es nicht in einem Rutsch durchlesen. Es ist eines dieser Bücher, welches man zur Hand nimmt, ein oder zwei Kapitel liest, und es dann zufrieden weglegt und sich auf die spätere Lektüre der nächsten Kapitel freuen kann. Wer wissen möchte, wer der größte Abnehmer von Vanille ist, welche Pflanze zur ersten Spekulationsblase der Geschichte führte oder was Kohlköpfe mit Kriegsveteranen zu tun haben, der sollte dieses Buch lesen.
Fazit: Ein wunderbares Buch für alle Pflanzenfreunde, Geschichtsinteressierte oder allgemein Wissensdurstige.
]]>Zunächst habe ich mir mithilfe des Saat- und Pflanzkalenders des Gartenratgebers einen Überblick verschafft. Das sah dann so aus:

Ich habe das Ganze dann noch einmal etwas geordnet. Vielleicht wollt ihr ja auch die eine oder andere Gemüsesorte anbauen.
Gurken, Kürbis und Zucchini kann man auch im Haus vorziehen. Ich verzichte darauf, denn im letzten Jahr sind meine vorgezogenen Pflanzen wegen starken Regens eingegangen. In diesem Jahr werden diese Sorten bei mir also gleich im Garten ausgesät.
Die Zeiträume für das Pflanzen im Freiland sind sicher auch vom Wetter abhängig. Wenn es im April noch starken Frost und Schnee gibt, pflanzt man natürlich erst später.
Ich wünsche euch viel Freude und Erfolg beim Gemüseanbau! Was gibt es in eurem Gemüsegarten in diesem Jahr? Sind auch ausgefallene Sorten dabei?
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Improvisiertes Hochbeet für die Zucchini

Ein Rankgrüst für die Freilandgurken

Hier wachsen Tomaten und Paprika.

Blühende Erdbeeren
Heute will ich deshalb ein Buch vorstellen, was der Fragen nachgeht: „Was blüht auf Balkon & Terrasse?“ So auch der Titel dieses Nachschlagewerks. Angelika Throll hat auf etwa 300 Seiten 650 Pflanzen für die Balkongestaltung vorgestellt. Sie unterteilt ihre Sammlung in Kübelpflanzen, Balkonkästen und Ampeln, Frühlingsblüher, Herbst- und Winterpflanzen sowie Kakteen, Sukkulenten und Palmen. Außerdem werden Pflanzen, die als Sichtschutz dienen, vorgestellt. Sie erklärt, wie man einen Mini-Teich mit Wasserpflanzen auf Balkon oder Terrasse anlegen kann. Außerdem gbt es jeweils ein Kapitel für Küchenkräuter und Naschbalkon. Diese beiden Kapitel hätte das Buch meiner Meinung nach nicht gebraucht, denn ich hatte hier eine Übersicht zu Blühpflanzen erwartet. Aber für diejenigen, die einen umfassenden Überblick über alles, was auf kleinem Raum wächst, benötigen, ist dies sicher sinnvoll.
Mir gefällt die Übersichtlichkeit des Buches sehr. Im ersten Abschnitt werden Hinweise zur Pflege gegeben. Darin enthalten sind auch Tipps zur Vermehrung und zur Gestaltung mit Pflanzen. Danach wird einer Pflanze jeweils eine schön bebilderte Seite gewidmet. Es werden Aussehen, Pflege, Vermehrung, Überwinterung und verschiedene Sorten beschrieben. Außerdem findet man auf der Seite Angaben zu Standort, Wuchshöhe und Pflegeaufwand. In der Erklärung der Symbole ist zwar eine kleine Rechts-Links-Schwäche enthalten, aber die Grafiken sind selbsterklärend, sodass man ohne Probleme versteht, ob eine Pflanze pralle Sonne verträgt oder eben nicht. Sehr hilfreich finde ich auch die Angabe der verschiedenen Blütenfarben der einzelnen Pflanzen.
Ich werde dieses Buch wohl häufig zur Hand nehmen, um herauszufinden, welche Blumen dieses Jahr in meine Balkonkästen kommen. Hätte ich es letztes Jahr schon gehabt, hätte ich auch gewusst, dass Verbenen auf meinem Balkon blühen.
Fazit: Guter Überblick über alles, was in Topf und Kübel wächst.
Bestellen kann man das Buch direkt beim Verlag oder bei Amazon:
]]>Nun stehe ich am Ende des Sommers hier und rätsle (nach etlichen Enttäuschungen bezüglich anderer Pflanzen) wie diese eine Pflanze heißt, die ich nächstes Jahr gern wieder haben möchte. Als ich sie bei der Gärtnerin gekauft habe, hat sie mir höchstwahrscheinlich den Namen gesagt, aber ich kann mich beim besten Willen nicht daran erinnern. Ich habe bereits die Angebot zahlreicher Online-Blumenhändler durchgesehen, aber die gesuchte Pflanze habe ich nicht entdeckt. Falls also jemand weiß, wie diese Pflanze heißt, lasst es mich bitte wissen.
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Ich möchte gern wissen, welche Pflanzen ihr besonders gern mögt. Ist es etwas ganz ausgefallenes exotisches? Mögt ihr eine Pflanze, weil sie pflegeleicht ist? Habt ihr in eurem Balkonkasten eine wundervolle Duftpflanzenmischung? Was wächst in euren Kräuterbeeten? Welche Tomate ist am ertragreichsten und schmeckt euch am besten?
Vielleicht seid ihr auch stolz auf eine ganz bestimmte Pflanze, weil ihr sie schon fast getötet hattet, ihr sie dann aber wieder aufgepäppelt habt. Hängt euer Herz an einem Rosenstock, weil ihr ihn geerbt oder von einem besonderen Menschen geschenkt bekommen habt?
Zeigt mir eure Lieblingspflanzen!
So funktioniert’s:
1. Die Blogparade startet heute und läuft bis zum 31. August 2012.
2. Schreibt einen Beitrag über eure Lieblingspflanze (am besten mit Foto) in eurem Blog.
3. Hinterlasst den Pflanzennamen und einen Link zu eurem Beitrag hier im Kommentarfeld.
4. Ich sammle dann hier alle Pflanzentipps und verlinke zu eurem Blog.
Ich freue mich auf eure Tipps! Bin gespannt, ob wir eine kleine „Pflanzenkunde“ zusammenbekommen.
Eure Pflanzentipps:
Katarina empfiehlt bei „Frisch gebloggt“ Sukkulenten und Aloen. Sie kann sie sogar ganzjährig draußen lassen – kein Wunder, wohnt sie doch auf Gran Canaria.
Fiona kann sich nicht auf eine Pflanze festlegen, weil sie sie alle liebt
Deshalb gibt es in ihrem Blog „Wo Blumenbilder wachsen“ ganz viele Pflanzentipps: Taglilien, Rosen, Hortensien und die auch von mir heißgeliebten Frühlingsblumen. Sie gibt zudem Tipps, wie ich schon im Frühjahr die Blüten auf den Balkon zaubern kann.
Eva stellt ihren Topfgarten vor. Dort wachsen Zauberglöckchen und Kapkörbchen, aber auch Gewürzpflanzen wie Habanero-Chili, Schnittlauch und Thymian.
Eine ganz besondere Rose, eine Familienrose, die ihr von ihrem Vater vererbt wurde, stellt Heike vor. Hier gehts zu ihrer tiefdunkelroten Papa Meilland.
Klaus-Peter stellt in seinem Blog eine ganze Reihe von Pflanzen vor, die er auf dem Balkon anbaut, unter anderem Löwenzahn, Kürbis, Basilikum und Pfefferminze.
Andrea stellt uns drei Pflanzen vor: den Dill vor ihrem Fenster, das Brutblatt und eine Tropenpflanze (?) genannt „Mister X“.
Martin beschreibt die Merkmale und gibt Pflegehinweise für den schwarzen Holunder. Natürlich gibt es auch Hinweise zur Verwendung der Blüten und Beeren.
Monika zeigt uns, dass auch Juweliere Pflanzen brauchen: Orchideen und Enzian für die Deko und der Gingko dient der Inspiration.
Katrin zeigt uns die Pelargonie, die sie vor allem wegen ihrer Widerstandskraft schätzt.
Britta erklärt uns die wirklich erstaunlichen Vorzüge des Hauswurz.
Mark preist die Ringelblume als vielseitige Zier- und Nutzpflanze an.
Die Bauerngartenfee Petra schwärmt von der Stockrose, die in diesem Jahr endlich in ihrem Garten wächst.
Petra empfiehlt als Sichtschutz für den Balkon die Feuerbohne und erzählt was alles in ihrem Garten wächst, zum Beispiel die Clematis, mit ihren „bizarren Samenständen“.
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Nur noch braunes Gestrüpp - die Glockenblumen.
Nach starken Regenfällen waren die Blumenkästen randvoll mit Wasser.

Randvoll mit Wasser
Da ich nicht da war, um die Kästen zu entwässern, sind die Glockenblumen ertrunken. Das ist wohl der Nachteil der Blumenkästen mit Wasserspeicher – zuviel Wasser kann nicht abfließen. Dennoch halte ich die Bewässerungskästen für sehr sinnvoll, da man auch mal für ein paar Tage verschwinden kann, ohne gleich einen Pflanzengießdienst (in Form von Freunden) bestellen zu müssen. Die Blumen in den anderen Kästen waren von der Flut glücklicherweise nicht betroffen, sodass ich nur einen leeren Kasten hatte, der auch gleich wieder bepflanzt wurde. Jetzt wartet die Kapuzinerkresse auf die nächsten Unwetter:

Kapuzinerkresse wartet auf das nächste Gewitter.
Hier liefern sich Kürbis und Kapuzinerkresse einen Kampf um den Platz im Topf.

Kürbis und Kresse - erinnert an Goliat und David

Kämpfen um Platz im Pflanztopf - Kresse und Kürbis
Die Möhren sind auch schon gewachsen. Leider sehen viele sehr kümmerlich aus. Deswegen haben wir noch einmal nachgelegt. Da der Koriander nur in die Höhe geschossen ist, aber nicht das von mir heiß begehrte Kraut geliefert hat, wurde er kurzerhand rausgeschmissen. In dem Topf wachsen nun Möhren.

Möhren wachsen bei uns in einer Holzkiste

Die Nachzügler

Irrläufer - eine Karotte hat sich zu den Sonnenblumen verirrt

Gurke, kurz vor der Ernte
Mittlerweile haben wir schon mehrere Gurken geerntet. Wer hätte das gedacht. Man kann auf dem Balkon tatsächlich Gurken anbauen! Allerdings muss man erst herausfinden, wann der richtige Erntezeitpunkt für die Gurken ist. Ich hatte vorher noch nie von dieser Sorte „Vespergurke“ gehört, deshalb war es schwierig festzustellen, wann sie reif sind.
Die ersten haben wir zu zeitig geerntet (wir waren zu neugierig). Die nächsten haben wir zu spät geerntet (wir waren zu gierig und wollten, dass sie noch größer wachsen). Jetzt haben wir den richtigen Zeitpunkt raus. Sie müssen so etwa 15 cm lang sein, vielleicht auch etwas mehr. Und die Schale darf noch nicht glatt sein, d. h. die Oberfläche muss noch ein wenig „gewellt“ sein. Wenn sie zu lange hängen, schmecken sie ein wenig bitter.
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