
Krokusse auf dem Balkon
Nebenan wachsen schon die Tulpen. Damit hatte ich leider noch keinen Erfolg. Mal sehen, ob sie in diesem Jahr endlich blühen oder ob wieder nur Grünzeug wächst.
Habt ihr auch Frühblüher auf dem Balkon? Wie gut blühen sie bei euch?
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Der Korb bietet ausreichend Platz für Küchenabfälle.
Im letzten Oktober habe ich auf dem Balkon einen Minikomposter gebaut. Ich habe ihn mit Küchenabfällen und Abfällen vom Balkongarten gefüllt. Einige Würmer aus dem Garten durften einziehen und ab und zu fügte ich etwas Pflanzenkohle hinzu. Ich war erstaunt, wie viele Abfälle hineinpassen, denn durch den Verrottungsprozess ist der Kompost immer wieder sehr stark zusammengefallen.
Im Frühjahr hatte ich versucht Kompost zu ernten. Leider war er damals noch nicht reif. Ich denke, dass für die Kompostierung im Winter einfach die richtige Temperatur fehlt. Das Ausgangsmaterial war noch nicht ausreichend verottet und teilweise roch der Kompost schlecht, sodass ich ihn lediglich ein wenig umschichtete und weiter ruhen ließ. Das Timing war nicht gut, denn ich habe für die Balkontöpfe Kokosfasern verwendet, denen ein wenig Dünger in Form von Kompost sicher gut getan hätte.

Reifer Kompost riecht nicht unangenehm.
Nun habe ich es jetzt noch einmal probiert. Ich habe die obere Schicht einfach zur Seite geschoben und den reifen Kompost von unten mit einer kleinen Schaufel herausgeholt. Meine einfache Antwort auf die Frage „Wann ist der Kompost fertig?“ lautet: Wenn man sich nicht ekelt, ihn anzufassen. Wenn er halbverottetes Material enthält und es stinkt, hat man in der Regel nicht das Bedürfniss, das Ganze in die Hand zu nehmen. Bei reifem Kompost macht man das gern, zerkrümelt das Substrat in der Hand und riecht auch mal dran, ohne das sich einem der Magen umdreht. Mit etwas Augenmaß und Vertrauen in den eigenen Geruchssinn findet man den richtigen Zeitpunkt.
Einige Materialien, wie Eierschalen, brauchen länger um zu verrotten und sind dann auch noch im Substrat enthalten. Wenn ich in Zukunft Eierschalen in den Minikompost gebe, werde ich in Zukunft darauf achten, sie zu zerkleinern, damit sie schneller verrotten können.
Da es schwierig ist, den Kompost jetzt mit den Kokosfasern zu vermischen, habe ich ihn einfach als Kopfdünger auf die Töpfe verteilt. Und im Minikomposter ist jetzt wieder ausreichend Platz für Küchenabfälle. Im Sommer sollte die Kompostierung jetzt gut funktionieren, sodass ich im nächsten Frühjahr reifen Kompost haben werde, den ich dann gleich mit den Kokosfasern vermischen kann.

Reifer Kompost dient als Kopfdünger für die Physalis …

… und für Mangold

Geplünderter Balkonkomposter

Jetzt ist wieder Platz für Abfälle und die neue Kompostproduktion kann beginnen.
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Seit drei Jahren wächst die Himbeere jetzt in einem Kübel auf dem Balkon. Im ersten Jahr konnten wir genau eine Himbeere ernten. In diesem Jahr trägt sie so gut, dass alle naschen können. Lecker!
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Zunächst lernt man in dem Buch etwas über Würmer und erfährt, warum man nicht mit jedem x-beliebigen Regenwurm einen Wurmkompost betreiben kann. Auch das Aufstellen in der Küche erscheint nach der Lektüre nicht mehr ganz so abwegig, da die Autoren ein fast liebevolles Verhältnis zu diesen Tieren haben. Lydia Brucksch und Jasper Rimpau stellen auch weitere Kompostbewohner vor, ohne dass es jedoch langweilig oder zu fachsprachlich wird.
Im Buch sind Anleitungen für zwei verschiedene Wurmkisten zu finden: aus Styroporkisten oder aus Holz. Für beide Versionen werden Standortbedingungen und Vor- und Nachteile beleuchtet. In witzigen Illustrationen werden Einkaufslisten (es war sehr umsichtig von den Machern des Buches die Pflaster zu dem Cutter-Messer zu empfehlen) und Aufbauanleitungen dargestellt.
Es wird sehr detailliert beschrieben, wie man den Kompost startet und am Leben erhält. Was dürfen die Würmer fressen und was vertragen sie nicht so gut? Was soll man tun, wenn der Kompost kippt und zu riechen beginnt? Wie kann ich den Kompost ernten und was mache ich mit dem Flüssigdünger? Was ist der Unterschied zwischen normalem Kompost aus dem Garten und dem aus der Wurmkiste? All diese Fragen beantwortet das Buch. Es stellt außerdem Experimente vor, die man zusammen mit Kindern durchführen kann, damit diese den Stoffkreislauf kennenlernen.
Ich bin von der Idee einen Wurmkompost in der Wohnung aufzustellen noch nicht überzeugt, aber nachdem ich das Buch gelesen habe, werde ich im nächsten Jahr eine kleine Wurmkiste für den Balkon bauen. Das Buch liefert auch Tipps dafür, wie man die Würmer durch den Winter bekommt, ohne dass diese erfrieren. Ich fühle mich dank des Buches jetzt gut informiert, um auch das auszuprobieren.
Fazit: Wer seine Küchenabfälle zu nährstoffreichem Dünger verarbeiten will, sollte dieses Buch unbedingt lesen.
Angaben zum Buch:
Kompost aus der Kiste. Wurmkisten für den Hausgebrauch selbst bauen. Lydia Brucksch, Jasper Rimpau. 2013. 96 S., 10 Farbfotos, 50 Zeichnungen, Klappenbroschur. ISBN 978-3-8001-7976-3. € 12,90
Das Buch kann man direkt beim Verlag bestellen oder hier bei Amazon:
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Ich muss also meine Erde erneuern, ohne Schlepperei von kiloschweren Erdsäcken. Ich habe mich entschieden einen Kompost auf dem Balkon anzulegen. Dabei muss man einiges beachten. Einfach nur Küchenabfälle in einen Topf werfen und verrotten lassen reicht nicht. (Ich spreche aus Erfahrung) Der Kompost muss die Möglichkeit haben zu vererden.
Diese Anleitung hat mir bei meinem Vorhaben geholfen. Und so sah es bei mir aus:

Material für den Minikompost
Ich habe aus Weide einen Korb geflochten. Eigentlich ist es einfach ein Zylinder. Er braucht keinen Boden, weshalb es ziemlich einfach ist. Die Äste habe ich im Kreis in die Erde gesteckt, und mit den biegsamen Weidenästen geflochten. Das Ergebnis ist nicht besonders schön, aber es erfüllt seinen Zweck. Der Korb bildet die Abgrenzung zwischen Erde und den organischen Abfällen.
Um den Kompost abzudecken habe ich einen Deckel geflochten. Diesen habe ich aus Peddigrohr angefertigt und mir dabei etwas mehr Mühe gegeben, denn der Deckel ist, im Gegensatz zum Korb, am Ende sichtbar.
Der Korb wird in einen großen Kübel gestellt. Dann füllt man Erde um den Korb herum. Fertig ist der Minikompost. Je nach Größe des Balkons kann man seinen Kompost anpassen. Mein Kübel hat oben einen Durchmesser von etwa 50 cm.

fertiger Balkonkompost
Der Kompost ist sicher nicht für die Verwertung sämtlicher Küchenabfälle geeignet. Das kann man auf einem Balkon nicht leisten. Aber es ist ausreichend, um die verbrauchte Blumenerde aufzuwerten ohne ständig neue kaufen zu müssen.
Terra Preta im Minikompost
In meinen Kompost fülle ich neben Küchenabfällen auch ab und zu eine Schicht Pflanzenkohle ein, um Terra Preta herzustellen. Seit dem ich das Buch von Ute Scheub gelesen habe, möchte ich das probieren und nun fange ich damit an. Die Pflanzenkohle in der Erde wirkt wie ein Schwamm. Darin können sich Mikroorganismen ansiedeln, die für eine bessere Zersetzung der organischen Abfälle sorgen. Außerdem speichert Terra Preta durch die enthaltene Pflanzenkohle das Wasser besser.

Der Korb bietet ausreichend Platz für Küchenabfälle.
Um dem Kompost Mikroorganismen hinzuzufügen, kann man aktive Joghurtkulturen mit Wasser verdünnt zugeben. Auch eine Mischung aus Hefe, Zucker und Wasser kann helfen. Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf von fertiger Terra-Preta-Streu, die bereits mit EM (Effektiven Mikroorganismen) angereichert ist.
Auch Regenwürmer dürfen im Kompost nicht fehlen. Sie sind hauptverantwortlich für die Vererdung. Ich habe mir welche aus dem Garten mitgebracht. Das Argument „Armer Regenwurm, im kleinen Topf eingesperrt.“ möchte ich hier nicht gelten lassen, denn ich denke, dass der Kübel groß genug ist, um den Regenwürmern Lebensraum zu bieten. Um Nahrung müssen sie sich jedenfalls keine Sorgen machen.
Den Rand des Kübels kann man bepflanzen – mit Kräutern oder saisonal wechselnden Blühpflanzen. Ich habe erst einmal die Petersilie reingesetzt.

Die Petersilie wirkt ein wenig geknickt nach dem Einpflanzen.
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Balkontomate
Im Gerten sind die Pflanzen wesentlich kleiner. Dennoch blühen sie und langsam beginnen auch die Blätter zu wachsen.

Gartentomaten

Pflücksalat aus dem Garten
Den Pflücksalat hatte ich auf dem Fensterbrett vorgezogen und schon früh, als es in diesem Jahr noch relativ kalt war, in den Garten gepflanzt. Er ist sehr gut gewachsen und von Schnecken verschont geblieben. Das schöne an diesem Salat ist, dass man immer wieder die äußeren Blätter ernten kann und das Herz von innen heraus nachwächst. So kann man angeblich bis September frischen Salat ernten, wenn er nicht vorher schießt.
Aber auch auf dem Balkon wächst der Pflücksalat. Der rote hat auf dem Balkon nicht so eine kräftige Farbe, wie im Garten. In der Holzkiste ganz links wächst noch die wilde Rauke.

Lollo Biando und Lollo Rossa auf dem Balkon
Wenn ich mehr geerntet habe, als wir essen können, dann schlage ich die Salatblätter in ein feuchtes Geschirrtuch ein. So bleiben sie im Kühlschrank länger frisch.
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Auf dem Balkon:

Zucchini auf dem Balkon
Hier konnten wir inzwischen die erste Zucchini ernten (Das Bild ist schon vier Tage alt). Die Zucchini stand geschützter und hatte schon länger mehr Raum in einem großen Topf, während die anderen drei Zucchinipflanzen länger in kleinen Töpfen warten mussten.
Im Garten:

Zucchini im Garten
Hier war die Zucchini dem Dauerregen ausgesetzt und ist kaum gewachsen. Sie hat keine Blüten und keine Fruchtansätze.
Ich hoffe, dass sich das schöne Wetter jetzt positiv auswirkt und die Gartenzucchinis noch aufholen können.
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