Gut, aber nicht notwendig, ist es, die Knollen vorkeimen zu lassen, um eine frühere Ernte zu ermöglichen. Dazu legt man sie bei 10-20°C an einen hellen Ort. Sie sollten dann dunkle Lichtkeime bilden. Beim Pflanzen muss man aufpassen, diese nicht abzubrechen.
Kartoffeln zu pflanzen finde ich ganz schön anstrengend, weil man im Vergleich zu anderen Gemüsesorten, sehr viel Erde bewegen muss. Die Kartoffeln werden in Furchen gelegt, die etwas unterhalb der ursprünglichen Bodenoberfläche liegt. Die Knollen selbst sollen auf lockerem Boden liegen. Man muss den Boden also sehr tiefgründig lockern. Nachdem die Kartoffeln im Abstand von 30 bis 35 cm in die Furche gelegt wurden, muss man den Damm aufbauen. Ich habe das mit einem Rechen von beiden Seiten gemacht. Dabei sollte das Pflanzgut genau in der Mitte des Dammes liegen. Wenn die ersten Blätter rausgucken, kann man dann auch noch einmal Erde mit dem Rechen nach oben ziehen und diese wieder abdecken.
Am Anfang sollte man auch darauf achten, den Damm unkrautfrei zu halten. Das hatte ich bei meinem ersten Kartoffelanbauversuch nicht gemacht und hatte dann ziemlich viel Unkraut auf den Dämmen.
Ich habe zwei gelbschalige Sorten, Anuschka und Belana, und eine rotschalige Sorte mit gelber Fleischfarbe, Laura, gepflanzt. Anuschka ist sehr früh reif, Laura mittelfrüh und Belana früh. Wir können sie also (jedenfalls wenn sie sich an diese Vorgaben halten) nacheinander ernten und verbrauchen. Ich glaube, über Lagerfähigkeit muss ich mir keine Gedanken machen, bei zwölf Pflanzen werden wir es wohl schaffen, sie zügig zu verspeisen. Ich freue mich jetzt schon auf Kartoffelpüree, Ofenkartoffeln oder ganz einfach Pellkartoffeln mit Kräuterquark.
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Anja hatte ja schon auf das Bewässerungsproblem bei einem solchen Turm hingewiesen. Ich habe mich entschieden, es mit einem Rohr in der Mitte des Turmes zu versuchen. Ich habe mir im Baumarkt ein KG-Rohr besorgt und ganz viele Löcher hineingebohrt und es in der Mitte des Gitters aufgestellt. Als „Außenverkleidung“ habe ich Unkrautvlies genommen. Ich hoffe, dass es eine Weile hält.
Da mein Turm relativ groß ist (1 m hoch, Durchmesser ca. 90 cm) und wirklich viiiiel Erde hineinpasst, konnte ich sie nicht einfach irgendwo aus dem Garten nehmen, ohne ein riesiges Loch zu verursachen. Also habe ich Kokosfaser mit frischem Kompost gemischt und den Turm damit gefüllt. Das Rohr wird nun beim Giesen mit Wasser gefüllt und ich hoffe, dass das Wasser so auch im Inneren des Turmes gut verteilt wird. Bis zum Anwachsen der Pflanzen muss ich auf jeden Fall darauf achten, den Turm sehr gut zu durchfeuchten.
Wenn man einen solchen Turm baut sollte man auf jeden Fall einige Tage warten bevor man ihn bepflanzt, da die Erde ein ganzes Stück zusammenrutscht. Eventuell sollte man dann auch noch einmal Erde auffüllen. Beim Befüllen darauf achten, dass der Turm halbwegs gerade steht. Das habe ich leider nicht gemacht, weswegen ich jetzt einen total schiefen Turm im Garten stehen habe. Es soll ja Laute geben, die so etwas stört. Falls ihr zu dieser Sorte gehört, lieber von Anfang an darauf achten, wenn ihr die Erde einfüllt.
Gestern habe ich nun endlich gepflanzt. Das Pflanzen an der Senkrechten ist ein bischen kniffelig. Ich hoffe, die Pflanzen wachsen gut an. Bei den oben gesetzten Erdbeeren mache ich mir ums Anwachsen keine Sorgen, nur habe ich dort eventuell zu dicht gepflanzt. Irgendwas ist ja immer.
Ich bin sehr gespannt, ob dieses Experiment gelingt. Falls ja, wird nächstes Jahr der zweite Kompostbehälter auch noch einer neuen Funktion zugeführt.
Hat noch jemand so einen Erdbeerturm angelegt oder andere Varianten? Hattet ihr Erfolg damit und wie macht ihr es mit der Bewässerung?
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Ich hatte das Gemüsebeet mit Kompost vorbereitet und in dem Teil, in dem ich das Gemüse gepflanzt und nicht gesät habe, ein Anti-Unkrautvlies verwendet. Das hat am Anfang gut funktioniert, gegen Ende des Sommers siegte dann doch das Unkraut die Beikräuter. Das war eine der größten Herausforderungen in diesem Jahr. Immer wenn ich Zeit hatte, gegen diese Beikräuter vorzugehen, hatten sie sich schon selbst ausgesät. Neben den Sorten, deren Namen ich nicht kenne, haben sich besonders Springkraut und der rote Klee sehr stark ausgebreitet. Eines meiner Ziele für den Garten im nächsten Jahr, ist es die Beete so zu gestalten, dass das Unkraut weniger Chancen hat, sich auszubreiten. Ich habe in diesem Jahr bereits Storchschnabel zwischen die Rosen gepflanzt in der Hoffnung, dass er das Unkraut aus den Rosenbeeten verdrängt.
Es war ja nun das zweite Jahr im Garten und ich wollte mich auch dem Sichtschutz widmen, denn unser Garten bietet gar keinen Sichtschutz. Und auch wenn manweiß, dass man in so einer Kleingartenanlage ziemlich eng aufeinander sitzt, möchte man doch wenigstens ein bisschen Privatsphäre. Andere Gärten sind mit Thujenmauern zugepflastert. Das gefällt mir aber nicht. Ich möchte eine lockere Bepflanzung, die den Blick in den hinteren Teil des Gartens, wo sich unsere Laube und der Sitzplatz befindet, verhindert. Im Frühjahr habe ich Sträucher, und zwar Duftschneeball, hängenden Sommerflieder und Herbstflieder, gepflanzt, die gut angewachsen sind und nun natürlich noch etwas Zeit brauchen, bis sie tatsächlich Sichtschutz bieten. Außerdem hatte ich vor unserem Sitzplatz einen Weidezaun angelegt, der sich gut entwickelt hat und im nächsten Jahr vielleicht schon etwas mehr Schutz vor neugierigen Blicken bietet.
Was ich mir nun fürs nächste Jahr vornehme:
Ich bin, was Gartenplanung angeht, wenig konsequent. Ich pflanze mal hier, mal dort, ohne einen wirklichen Plan zu haben. Vielleicht sollte ich mir mal Gedanken machen, wie ich meinen Garten gestalten will. Und erst dann sollte ich loslaufen und neue Pflanzen kaufen, nachdem ich eventuell noch schnell bei Sparwelt* vorbeigeschaut habe, ob es etwas passendes für meinen Einkauf gibt.
Da ich den Garten von anderen Besitzern übernommen habe, hat er eine vorgegebene Struktur: die Wege, Standorte des Wasserfasses und der Kompostbehälter sind festgelegt, Rosenbeete nehmen neben Gemüseanbauflächen einen großen Raum ein. Es ist schwierig, die Struktur des Gartens ohne großen Aufwand zu ändern. Ich habe in diesem Jahr langsam begonnen, Dinge umzugestalten, und das werde ich im nächsten Jahr fortsetzen, auch wenn ich keinen Masterplan habe.

Die Mini-Möhren wurden an Ort und Stelle (nachdem wir sie abgespült hatten) verspeist. Lecker!
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Dann möchte man wengistens optisch ein wenig Privatsphäre genießen. Wir hatten vor unserer Sitzecke eine Brombeerhecke, die aber als Sichtschutz nicht geeignet war.
Also habe ich im Herbst letzten Jahres die Brombeeren umgepflanzt und stattdessen Weidenruten in die Erde gesteckt. Auf den ersten Blick wirkt das keineswegs wie eine Verbesserung in Sachen Privatsphäre, aber ich hoffe, dass die Weide schnell wächst und sich zu einem guten Sichtschutz entwickelt.
Ich habe die Weiden etwa 30 cm tief in die Erde gesteckt. Dabei muss man aufpassen, dass die Wuchsrichtung stimmt. Die Blätter müssen nach oben wachsen können.

Noch kahl: Der lebende Weidenzaun.
Aber die meisten würden wohl ganz selbstverständlich das dickere Ende der Weidenrute in die Erde stecken. Ich habe zusätzlich einige Weidenzweige horizontal um die Ruten geflochten und festgebunden, damit das Ganze bereits zu Beginn etwas Stabilität gewinnt. Und dann heißt es gießen, gießen, gießen. Die Weidenruten dürfen nicht austrocknen und müssen ordentlich gewässert werden, damit sie austreiben. Ich war zwischendurch nicht sicher, ob es klappen würde, aber jetzt sind die ersten Triebe gewachsen und ich hoffe, dass auch die anderen Ruten noch nachziehen. Die jungen Weidenzweige werden dann immer um das Gerüst geflochten und ergeben am Ende einen dichten Zaun.

Junge Triebe erwecken Weidenzaun zum Leben.
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Zunächst habe ich mir mithilfe des Saat- und Pflanzkalenders des Gartenratgebers einen Überblick verschafft. Das sah dann so aus:

Ich habe das Ganze dann noch einmal etwas geordnet. Vielleicht wollt ihr ja auch die eine oder andere Gemüsesorte anbauen.
Gurken, Kürbis und Zucchini kann man auch im Haus vorziehen. Ich verzichte darauf, denn im letzten Jahr sind meine vorgezogenen Pflanzen wegen starken Regens eingegangen. In diesem Jahr werden diese Sorten bei mir also gleich im Garten ausgesät.
Die Zeiträume für das Pflanzen im Freiland sind sicher auch vom Wetter abhängig. Wenn es im April noch starken Frost und Schnee gibt, pflanzt man natürlich erst später.
Ich wünsche euch viel Freude und Erfolg beim Gemüseanbau! Was gibt es in eurem Gemüsegarten in diesem Jahr? Sind auch ausgefallene Sorten dabei?
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Selleriepflanzen ohne Knollen
Ich schiebe das schlechte Ergebnis einfach mal auf den kalten und verregneten Beginn des Gartenjahres.
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Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen:

Auch anderes Gemüse wurde abgeerntet:

Was jetzt noch im Garten steht und den Frost hoffentlich aushält: Sellerie, Möhren und Mangold. Der Spinat ist winterfest. Ihm sollten die Temperaturen nichts anhaben können.
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Heute konnte ich Tomaten, Gurke, Zucchini, Chili, Möhren und Brombeeren ernten. Ich hatte zwei verschiedene Sorten Möhren angebaut. Die Oxhella (zum Beispiel hier zu beziehen) ist nicht so lang und deshalb sicher auch für tiefere Balkonkästen geeignet.
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