Ich hatte das Gemüsebeet mit Kompost vorbereitet und in dem Teil, in dem ich das Gemüse gepflanzt und nicht gesät habe, ein Anti-Unkrautvlies verwendet. Das hat am Anfang gut funktioniert, gegen Ende des Sommers siegte dann doch das Unkraut die Beikräuter. Das war eine der größten Herausforderungen in diesem Jahr. Immer wenn ich Zeit hatte, gegen diese Beikräuter vorzugehen, hatten sie sich schon selbst ausgesät. Neben den Sorten, deren Namen ich nicht kenne, haben sich besonders Springkraut und der rote Klee sehr stark ausgebreitet. Eines meiner Ziele für den Garten im nächsten Jahr, ist es die Beete so zu gestalten, dass das Unkraut weniger Chancen hat, sich auszubreiten. Ich habe in diesem Jahr bereits Storchschnabel zwischen die Rosen gepflanzt in der Hoffnung, dass er das Unkraut aus den Rosenbeeten verdrängt.
Es war ja nun das zweite Jahr im Garten und ich wollte mich auch dem Sichtschutz widmen, denn unser Garten bietet gar keinen Sichtschutz. Und auch wenn manweiß, dass man in so einer Kleingartenanlage ziemlich eng aufeinander sitzt, möchte man doch wenigstens ein bisschen Privatsphäre. Andere Gärten sind mit Thujenmauern zugepflastert. Das gefällt mir aber nicht. Ich möchte eine lockere Bepflanzung, die den Blick in den hinteren Teil des Gartens, wo sich unsere Laube und der Sitzplatz befindet, verhindert. Im Frühjahr habe ich Sträucher, und zwar Duftschneeball, hängenden Sommerflieder und Herbstflieder, gepflanzt, die gut angewachsen sind und nun natürlich noch etwas Zeit brauchen, bis sie tatsächlich Sichtschutz bieten. Außerdem hatte ich vor unserem Sitzplatz einen Weidezaun angelegt, der sich gut entwickelt hat und im nächsten Jahr vielleicht schon etwas mehr Schutz vor neugierigen Blicken bietet.
Was ich mir nun fürs nächste Jahr vornehme:
Ich bin, was Gartenplanung angeht, wenig konsequent. Ich pflanze mal hier, mal dort, ohne einen wirklichen Plan zu haben. Vielleicht sollte ich mir mal Gedanken machen, wie ich meinen Garten gestalten will. Und erst dann sollte ich loslaufen und neue Pflanzen kaufen, nachdem ich eventuell noch schnell bei Sparwelt* vorbeigeschaut habe, ob es etwas passendes für meinen Einkauf gibt.
Da ich den Garten von anderen Besitzern übernommen habe, hat er eine vorgegebene Struktur: die Wege, Standorte des Wasserfasses und der Kompostbehälter sind festgelegt, Rosenbeete nehmen neben Gemüseanbauflächen einen großen Raum ein. Es ist schwierig, die Struktur des Gartens ohne großen Aufwand zu ändern. Ich habe in diesem Jahr langsam begonnen, Dinge umzugestalten, und das werde ich im nächsten Jahr fortsetzen, auch wenn ich keinen Masterplan habe.
Das Buch, welches ich euch heute vorstellen möchte, enthält nicht, wie der Titel verspricht 365 Gartentipps, sondern ganze 1565 Tipps, wie man zu einem ertragreichen und schönen Garten kommt. Gegliedert in Monate enthält es Ratschläge zu allgemeinem Gartenwissen, Gemüse- und Obstanbau und zu Zierpflanzen. Zu Beginn jedes Monats sind die wichtigsten Punkte im Überblick dargestellt. Das beginnt zum Beispiel im Januar mit allgemeinen Informationen zur Gartenplanung, zu rechtlichen Angelegenheiten in Bezug auf einen Pachtgarten, zur Erstellung eines Anbauplanes und zur Durchführung des Obstbaumschnitts. Es enthält so viele nützliche Hinweise, dass ich gar nicht erst versuche, besonders gute herauszugreifen.
Mit hilfreichen und teilweise sehr witzig gestalteten Illustrationen werden die Tipps zusätzlich erklärt. Dort wird ein missratener Baumschnitt schon mal mit „Tut weh!“ oder „grausam“ kommentiert. Im hinteren Teil des Buches sind zahlreiche nützliche Tabellen zu finden. Angefangen von Bodenarten und Richtwerten für die Düngung über die Fruchtfolge und Saat- und Pflanzzeiten bis hin zu Schädlingen und Krankheiten. Außerdem werden zahlreiche Gemüse-, Obst und Zierpflanzensorten mit Eigenschaften und Anbaubedingungen aufgeführt.
Obwohl das Buch in der 28. Auflage erschienen ist, wird darauf geachtet, dass es den neuen Gartentrends folgt. Denn die neuen Gartentrends sind eigentlich die alten. Der Verzicht auf chemische Dünger und Schädlingsbekämpfung sowie der Verzicht auf ausgiebiges Umgraben und stattdessen die Betonung des Mulchens als Mittel der Bodenverbesserung zeigen, dass die Hinwendung zu ökologischem Anbau auch in diesem traditionsreichen Standardwerk der Gartenliteratur vollzogen wird.
Alle, Gartenanfänger wie auch erfahrene Gärtner, finden hier Hinweise, wie sie Gartenarbeiten sinnvoll erledigen und den Garten gestalten können.
Fazit: Gehört in jedes Bücherregal, bzw. auf den Gartentisch – immer griffbereit.
Das Buch kann man direkt beim Verlag bestellen oder hier:
]]>Meine Kirschernte von gestern hatte einen Tausch über den Gartenzaun zur Folge: ein Körbchen Kirschen gegen einen Blumenstrauß:

Bei der Pflanzenauswahl hilft es mir, immer mal wieder in Büchern zu stöbern. Die neuesten Anregungen habe ich mir in „Leckeres vom Balkon“ von Joachim Mayer geholt. Der kleine GU-Ratgeber ist meines Erachtens eher für Anfänger, wie mich, gedacht. Er gibt Hinweise zur Pflanzenzucht auf dem Balkon und eine Übersicht zu geeigneten Gemüse- und Obstpflanzen für den Balkon. Das auch Gemüsepflanzen durchaus hübsch anzusehen sind, wird gleich auf der ersten Umschlagklappe gezeigt. Im ersten Teil des Buches, der Pflanzen-Praxis, geht Mayer auf die perfekte Umgebung für Balkongemüse ein. Er beschreibt geeignete Lichtverhältnisse, die richtige Erde und Pflanzgefäße für verschieden große Pflanzen. Den Hinweis zur Traglast des Balkons finde ich sehr hilfreich. Natürlich dürfen in einem Pflanzenratgeber auch Tipps zum richtigen Gießen, zur Anzucht, zum Einpflanzen und Umtopfen, zur Düngung oder zur Schädlingsbekämpfung nicht fehlen.
Der Autor liefert außerdem einen Menüvorschlag, für welches das selbst geerntete Gemüse gleich verwendet werden kann. Aber bei der Menge an Zutaten muss dies schon ein sehr großer Balkon mit einer üppigen Bepflanzung sein.
Auch in den Pflanzenporträts gibt Joachim Mayer immer einen Küchentipp zur jeweiligen Pflanze. Es werden die gängigen Balkongemüsepflanzen, wie Salate, Tomate und Gurke vorgestellt. Mayer schreckt aber auch vor außergewöhnlichen Pflanzen, wie Artischoke oder Rote Beete nicht zurück. Auch bei den Obstgehölzen sind „Exoten“ zu finden. Ich habe bisher angenommen, dass zum Beispiel Maracuja nur in Ländern wächst, die sehr viel näher am Äquator liegen. Nein, ich werde es nicht ausprobieren. Für solche Obstpflanzen (und die Maracuja wird laut Mayer immerhin 2-4 Meter hoch) ist mein Balkon doch zu klein.
Zum Schluss findet man ein Glossar mit Begriffen aus der Gärtnersprache, das für den Anfänger sicher sehr nützlich sein kann. Außerdem werden Bezugsquellen aufgelistet, zu deren Qualität ich aber nichts sagen kann, da ich meine Pflanzen bisher vor Ort gekauft habe.
Fazit: Ein gelungenes Buch, in dem vor allem der Anfänger nützliche Tipps zum Nutzgarten auf dem Balkon finden kann.
Egal, ob Dachterrasse, Holz- oder Aluminiumbalkon* – ran ans Gemüse!
(*Werbelink)
]]>Das Museum ist in der denkmalgeschützten Kleingartenanlage „Dr. Schreber“ in der Aachener Straße in Leipzig zu finden. Sehr sehenswert übrigens, aber dazu später mehr.

Apfelbaum im Museumsgarten

Für Kinder, und nicht nur für sie, ist die Ernte des selbst ausgesäten, gehegten und gepflegten Gemüses eine großartige Erfahrung. Warum sollte man das nicht für das „gesunde Snacken“ nutzen? Die zum Snacken angebauten Karotten und Erdbeeren auf dem Balkon zeigen, dass es wunderbar funktioniert. Im Garten der Großeltern nascht das Kind regelmäßig von Himbeer- und Brombeersträuchern. Eine gute Alternative zur Schokolade.

Gesunder Snack vom Balkon