
Auch die einzelnen Gartengeräte und Werkzeuge werden dargestellt, sodass die Nachwuchsgärtner wissen, welche Geräte sie für die Aufgaben, die auf sie zukommen, verwenden können. Mit vielen Bildern und einfach geschriebenem Text wird die Anzucht von Pflanzen erläutert. Natürlich werden auch Gemüse- und Obstsorten vorgestellt. Dabei hält sich das Buch an die Klassiker, wobei auch hier eine große Vielfalt geboten wird, in der jedes Kind sicher etwas leckeres findet.
Im umfangreichsten Teil des Buches werden Gartenprojekte für Kinder gezeigt, oft mit einfachen Rezepten zum Ausprobieren. Es wird ein Kräuterbeet in Form einer Pizza angelegt, ein Erdbeerbrunnen bepflanzt, ein Riesenkürbis gezüchtet und ein Knoblauchgarten angelegt. Die Kinder können aus ihrer eigenen Ernte Tomatensoße kochen, Zuckermais grillen oder Fruchtsalat machen.
Auch zur Ernte und Haltbarmachung gibt es Hinweise – so werden Beeren zum Beispiel zu Eis-Lollis verarbeitet.
Da so ein Garten nicht nur aus Pflanzen besteht, sondern auch Tiere darin leben, gibt es auch darüber ein Kapitel. Es werden nützliche und schädliche Tiere gezeigt. Für Insekten wird ein Blumenhimmel geschaffen und die Leserinnen und Leser erfahren, wie sie Samenbomben herstellen können. Auch das Anlocken bzw. Fernhalten von Vögeln wird gezeigt – zum einen durch Nistkästen und zum anderen wird das leckere Obst mit verschiedensten Vogelscheuchen geschützt.
„Hurra, es wächst“ spricht Kinder im Alter von 5 bis 11 direkt an, wobei auch Menschen 11+ auf den 112 Seiten des Buches nützliche Tipps finden werden. Die Anleitungen sind zahlreich bebildert und verständlich geschrieben. Viele Zusatzinfos erleichtern den Start ins Gärtnerdasein.
Das Buch macht Lust auf Gärtnern. Ich habe es mit einer Siebenjährigen probiert und sie ist immer mit Begeisterung dabei, wenn wir wieder etwas Pflanzen oder uns um unsere Pflänzchen kümmern. Auch der Bau des Bienenhotels ist fest eingeplant. Mal sehen, welche Projekte sich noch umsetzen lassen.
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Freitag ist Freutag
Meine Kollegin Petra Bauer hat in ihrem Blog Bauerngartenfee eine Aktion initiiert, an der ich mich gern beteilige. „Freitag ist Freutag“ heißt sie. Im Alltag vergessen wir allzu häufig die kleinen Dinge, die uns Freude machen. Zwischen Stress, Sorgen und all der schlechten Nachrichten, die oft auf uns einströmen, tut es ganz gut, an die schönen Dinge zu denken, die uns während der Woche passiert sind.
Hier nun mein „Freumoment“ der Woche: Ich bin zur Zeit mit meinen Kindern im Land-(Arbeits)urlaub. Das gute an so einem Urlaub ist, dass man sich mal einen Vormittag freinehmen kann und zum Beispiel einen Ausflug in den Wald unternehmen kann. Fahrrad, Laufrad und Kinderkutsche für die ganz kleinen rausgeholt, Picknick eingepackt und los geht’s. Der beste Spielplatz für die Kinder: ein paar Erdhaufen, die am Wegesrand aufgeschüttet waren. Berge rauf und runter rennen, in der Erde wühlen – die größte Freude für die Kinder.

Erdhaufen als Spielplatz
Außerdem schön bei Waldausflügen: Kletterbäume suchen, Frösche beobachten, Picknick machen, Blätter in einen Bach werfen und beobachten, wie die wegschwimmen, Pilze suchen. Noch schöner: Pilze finden. (Hat dieses Mal leider nicht geklappt)
Nicht so schön: Mücken vertreiben.
]]>Meine Kinder jedoch sind Stadtkinder. Natürlich bekommen sie ein wenig Gartenerfahrung bei den Großeltern, aber wissen sie auch wie viel Mühe es ist, eine einzige Möhre zu ernten? Wie viel Geduld man benötigt? Wie lange muss man warten, bis die Möhre nach dem Säen endlich aufgeht? Wie lange, bis nicht nur grüne Blätter zu sehen sind, sondern der Ansatz der orangefarbenen Wurzel den knackigen Genuss erahnen lässt?

Möhren werden gesät und gegossen
Ich habe Glück, mein Kind ist mit Begeisterung dabei, wenn es darum geht mit Erde herumzumatschen, zu gießen und zu pflanzen. Zum Geburtstag bekam es eine Möhrenkiste – eine Holzkiste mit Folie und Erde, in welcher die Möhren wachsen sollen. Außerdem bekam sie ein Anzuchtset. Darin war Samen für Schnittlauch, Kürbis, Sonnenblumen und Kapuzinerkresse enthalten. Das alles musste natürlich angepflanzt werden.

Wer ernten will, muss säen.
Ich bin sehr gespannt, ob all diese Pflanzen wachsen werden, und ob WIR noch Platz auf unserem Balkon haben werden, wenn sie ausgewachsen sind. Ich wünsche meinem Kind auf jeden Fall viel Erfolg mit dem Anbau ihrer Pflanzen. Die Erfahrung, am Ende auch ernten zu können, kann nur eine gute sein.
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