
Angeknabberte Kapuzinerkresse
Als ich nach einigen Tagen Abwesenheit den Balkon betrat wunderte ich mich zunächst, woher der Dreck auf dem Boden kommt. (Jetzt weiß ich, dass das Raupenexkremente waren. Örks!) Erst später entdeckte ich, dass die Kapuzinerkresse total abgefressen war. Dann sah ich die Raupen. Nach dem Blick in den Naturführer war klar: Es ist der Große Kohlweißling. So weit so gut. Natur beobachten ist toll (vor allen Dingen für die Kinder), aber nicht wenn diese Natur meine gesamten Pflanzen auffrisst.
Der Naturführer sagt auch, dass der Kohlweißling als Schädling betrachtet wird (ich muss also keine Gnade haben), weil er ganze Kohlfelder vernichtet. Die Weibchen legen 200-300 Eier unter die Blätter von Kohlpflanzen und andere Kreuzblütengewächse. Die Raupen fressen dann das Blatt ab, bis nur noch die Stiele übrig sind. Das konnte ich auch auf dem Balkon beobachten.
Da ich meine Pflanzen ungern als Raupenfutter sehe, wollte ich sie loswerden. Ich habe die gesamte Kapuzinerkresse abgeschnitten und wollte sie entsorgen. Mein Kind protestierte und so haben wir jetzt eine Schmetterlingsaufzucht auf dem Balkon, allerdings nicht mit allen Raupen. Wir haben die Raupen auf zwei Gläser verteilt und diese mit einem Tuch verschlossen. Natürlich gab’s auch Futter – Resteverwertung von der Kapuzinerkresse.
Inzwischen konnten wir schon beobachten, wie sich die Raupen gehäutet und verpuppt haben. Wir sind gespannt, wann die Schmetterlinge schlüpfen. Die Kinder schauen immer wieder nach, was ihre „Raupe Nimmersatt“ gerade macht.
Man kann die Raupen mit der Schlupfwespe bekämpfen. Diese ist ein Parasit, deren Larven in den Eiern des Schmetterlings wachsen und sie damit zerstören.
]]>So kommt es, dass ich schon solch eine Zucchinipflanze auf dem Balkon habe:

Auch die Kapuzinerkresse hat gestern schon ihren Platz auf dem Balkon bekommen:

Die Frostsaat, die ich schon im Januar probiert hatte, wollte bei den eisigen Temperaturen nicht keimen, dafür aber jetzt. Verständlich, ich warte auch bis es über 10° ist, bevor ich raus gehe…

Und sollte der Frost sich tatsächlich erdreisten noch einmal zurückzukommen und meine Pflanzen vernichten, dann säe ich einfach noch mal. Der Sommer ist ja noch lang 

Freitag ist Freutag
Heute ist Freutag und es gab in der letzten Woche viele Dinge, über die ich mich gefreut habe. Zum Beispiel über unsere schöne Einschulungsfeier oder darüber, das das Kind die Schule toll findet.
Aber da dies ja ein Gartenblog ist, will ich euch auch mal wieder etwas erfreuliches aus dem Garten berichten. Im September ist man ja in Gedanken schon fast bei der Winterfestmachung des Gartens, aber auf dem Balkon tut sich noch was. Die Kapuzinerkresse hat gerade ganz viele Blüten bekommen. Etwas spät, nachdem sie den ganzen Sommer über kaum geblüht hat. Umso mehr freue ich mich darüber, dass sie es nun doch noch geschafft hat.

Kapuzinerkresse
Und eine andere Entdeckung habe ich kürzlich gemacht: Die Himbeere setzt Blüten an. Es ist natürlich zu spät, um dieses Jahr noch reife Beeren zu bekommen, aber die Hoffnung für nächstes Jahr ist jetzt umso größer. Die Pflanze, die ich von meinem Vater aus dem Garten bekommen hatte, wollte am Anfang gar nicht wachsen. Die Blätter, die schon dran waren, wuchsen eher rückwärts und der Stiel starb irgendwann ganz ab.

tot geglaubte Himbeere
Aber es kamen neue Triebe von unten heraus, die sich langsam entwickelten und nun sogar Blütenansätze zeigen. Ich hoffe also auf eine gute Himbeerernte im nächsten Jahr.

Himbeere mit Blütenansätzen
]]>

Kürbisanzucht

Kürbispflanzen Anfang Juni
Die Kürbisse teilen sich den großen Topf mit Kapuzinerkresse. Laut der Angaben in „Der Selbstversorger Balkon“ vertragen sich diese beiden Pflanzen gut miteinander.
]]>