Aus dem Saatband, das angeblich eine rote Balkonmischung hervorbringen sollte, ist genau eine rote Kornblume aufgegangen. Die Verbenen sind am Anfang schön gewachsen und haben dann einfach keine Blüten mehr gebracht. Die Wicke hat es uns übel genommen, dass wir ein paar Tage zu wenig gegossen haben. Und die Wunderblumen haben das erhoffte Wunder auch nicht vollbracht. Tja, die reinste Enttäuschung. Ich verzichte auf Beweisfotos.
Das einzige, was dieses Jahr sehr gut geblüht hat ist das Fuchsienstämmchen. Nachdem ich es im letzten Jahr wahrscheinlich zu stark zurückgeschnitten hatte, habe ich es in diesem Jahr umgetopft und etwas gedüngt. Und siehe da: 
Auch die Kräuter sind in diesem Jahr gar nicht erst aufgegangen oder im Falle von Thymian und Basilikum sehr langsam gewachsen. Ich schreibe das den verwendeten Kokosfasern zu. Da ich im Frühjahr noch keinen Kompost hatte, habe ich nur Flüssigdünger gegossen. Das hat vermutlich nicht ausgereicht, um die Nährstoffversorgung zu gewährleisten. Im nächsten Frühjahr werde ich Kokosfasern mit Hornspänen und Kompost mischen.
Da ich das nicht-blühende Gestrüpp nicht mehr sehen wollte, habe ich kurzerhand Salat und Mangold in die Kästen und Töpfe gesät. Und zumindest das Grünzeug wächst hervorragend. Es hat zwar auch eine Weile gedauert, aber jetzt entwickelt sich der bunte Mangold und er Kopfsalat sehr gut. Nach der Komposternte hatte ich diesen als Kopfdünger an den Salat und Mangold gegeben, sodass sie nun auch genügend Nährstoffe hatten.
Man sieht ganz deutlich, dass der Mangold die Töpfe bevorzugt. Die Kästen sind einfach zu flach. Er kann dort nicht richtig wachsen. Weder in dem relativ flachen Kasten auf der Brüstung noch in dem tieferen Kasten auf dem Regal wächst er so üppig, wie in den Töpfen. Wenn ihr Mangold auf dem Balkon anbauen wollt, achtet also auf ausreichend tiefe Pflanzgefäße.
Ich bin jetzt erst einmal zufrieden mit meinen essbaren Balkonpflanzen und das Blütenmeer versuche ich im nächsten Jahr noch einmal.
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