Im BLV-Verlag erschien „Wintergemüse. Selbst geerntet – selbst gekocht“ von der Karen Meyer-Rebentisch. Im Mittelpunkt stehen hier Gemüsesorten, die man im Spätherbst und Winter ernten kann. Wer seinen Garten in Permakultur bewirtschaften und auch im Winter nicht auf selbst angebautes Gemüse verzichten will, bietet dieses Buch einen guten Überblick. Es gibt in der Einleitung Hinweise zur Anbauplanung und zur Ernte und sehr hilfreiche Tipps zur Lagerung. Zu einer großen Anzahl von Gemüsesorten, auch weniger bekannten, wie Knollenziest und Cardy, werden Angaben zum Anbau und zur Lagerung sowie ein bis vier Rezepte angeboten. Die Rezepte sind alltagstauglich und kommen ohne außergewöhnliche Zutaten aus.
„Vergessene Klassiker. Köstliche Rezepte mit alten Gemüsesorten“ aus dem Gerstenberg Verlag beschäftigt sich mit alten Gemüsesorten, die nach Jahreszeiten sortiert sind. Yves Paccalet schrieb zu jeder Gemüsepflanze eine
Warenkunde, die Angaben zur Herkunft der einzelnen Sorten, zum Anbau und zur Lagerung enthält. Die einzelnen Sorten jeder Pflanze werden in großformatigen Fotos des Foodfotografen Marc Dantan in Szene gesetzt. Kathleen Paccalet lieferte die Rezepte zu diesem Buch. Man merkt den Rezepten an, dass sie von Pariser Spitzenköchen zusammengestellt wurden. Alte Gemüsesorten werden mit hochwertigen Zutaten, von denen einige in einem Glossar erklärt werden, kombiniert. Was mir besonders gut gefällt: die Sammlung enthält viele Rezepte mit nordafrikanischen Einflüssen. Dieses Buch ist im Vergleich zu „Wintergemüse“ hochwertiger und enthält mehr Rezepte, auch zu außergewöhnlichen Gemüsesorten wie Cardy oder Ziest, aber auch neue Rezepte für Steckrüben, Zucchini- oder Tomatensorten.
Fazit: Beide Bücher sind gut für Küchenexperimente mit selbst geerntetem Gemüse geeignet, wobei „Vergessene Klassiker“ eher etwas für erfahrene Köchinnen und Köche ist.
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Seit drei Jahren wächst die Himbeere jetzt in einem Kübel auf dem Balkon. Im ersten Jahr konnten wir genau eine Himbeere ernten. In diesem Jahr trägt sie so gut, dass alle naschen können. Lecker!
]]>Ganz ohne Gemüse geht es natürlich nicht, deshalb bekommen Eichblattsalat, Physalis und Chili einen Platz im Balkongarten. Außerdem habe ich weiterhin die Himbeere, welche in diesem Jahr sehr gut trägt, und zwei Erdbeertöpfe.

Das Pflanzregal ist mit Kräutern gefüllt: marokkanische Minze, Rosmarin, Salbei, Dill, Thymian, Basilikum, Schnittlauch und Oregano.

Mit meinen Balkonkästen habe ich es mir einfach gemacht. In zwei Kästen habe ich ein Saatband mit einer Mischung roter Balkon- und Kübelpflanzen gelegt und hoffe, dass daraus was wird. Es sind zumindest einige Pflanzen aufgegangen.

Im dritten Kasten wachsen, wie jedes Jahr, Verbenen. Sie mögen die pralle Sonne, die sie hier auf der Balkonbrüstung fast den ganzen Tag bekommen. Nur trocken stehen dürfen sie nicht und man sollte ab und an ein paar Minuten dazu nutzen, um die verblühten Blütenstände zu entfernen.

In diesem Jahr habe ich endlich auch einmal die Ampel bepflanzt und zwar mit einer dreifarbigen Pelargonie und Zauberschnee. Beim Zauberschnee dachte ich, er wäre auch eine Hängepflanze, habe dann aber gelesen, dass er aufrecht wächst. Naja, wächst er eben nach oben. Schön sieht er allemal aus.

Am Rand meines Minikompostes habe ich Goldmohn gesät. Daneben wächst die Duftwicke am Rankgitter hoch. Und in dem dritten großen Kübel wachsen Wunderblumen. Diese stelle ich später in die Schattenecke das Balkons, denn sie mögen es dunkel.

Ich freue mich in diesem Sommer auf ein kunterbuntes Blütenmeer auf dem Balkon.
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Ihre Reise beginnt Ina Sperl im Bergischen Land, wo sie Schluddererzen (Zuckererbsen) kennenlernt. Im Arche-Garten in Lindlar werden bereits 270 verschiedene Sorten bewahrt, die seit den 1950-er Jahren im Bergischen Land angebaut werden. Die Reise führt weiter zu einem Salatbauern, der einen Salat für jede Jahreszeit kennt, und zu einer Gartengemeinschaft, die sich auf Tomaten spezialisiert hat. Bei Bremen hat sich ein Bauer auf Rote Beete spezialisiert. Er baut die verschiedensten Sorten an, darunter gelbe, weiße und rot-weiß geringelte. Mittlerweile beliefert er mit seinen außergewöhnlichen Gemüsesorten auch einige Sterneküchen der Region.
Egal ob die Gärtner Baumspinat, Bohnensorten oder Johannislauch anbauen, allen ist gleich, dass sie ihre alten Gemüsesorten erhalten wollen. Viele engagieren sich ehrenamtlich in Vereinen, die alte Sorten bewahren und gewinnen selbst Samen ihrer Sorten, da sie sonst aussterben würden.
In jedem Abschnitt des Buches wird ein Garten oder eine Gartengemeinschaft vorgestellt, die eine oder mehrere alte Gemüsesorten bewahrt. Es gitb zu jeder Sorte Rezepte und Informationen zu den Anbaubedingungen.
Wer also wissen will, wie man essbare Blumensträuße zusammenstellt oder was man unter der ostfriesischen Palme versteht, der sollte dieses Buch lesen.
Fazit: Ansteckendes Plädoyer für mehr Vielfalt im Gemüsebeet.
Das Buch kann man direkt beim Verlag bestellen oder hier: