In dieser Woche habe ich mich über ein Paket ganz besonders gefreut. Die Unterlagen für mein Studium sind eingetroffen.
Ich lerne für mein Leben gern. Wenn es jemanden geben würde, der mich fürs Lernen bezahlen würde, ich täte es sofort. Aber auch meine jetzige Tätigkeit als freie Autorin, Lektorin und Übersetzerin bietet mir die Möglichkeit, jeden Tag etwas neues zu lernen. Eigentlich lernen wir alle jeden Tag. Nur wie? Wie funktioniert lernen? Wie lernen Kinder? Wie Erwachsene?
Müssen Kinder tatsächlich erst Stereotype lernen, um die Welt verstehen zu können, damit sie dann später die falschen Stereotypen, die ihnen vermittelt wurden, überwinden können? Diese Frage beschäftigte mich hier. Können Kinder lernen zu differenzieren oder brauchen sie klare Kategorien (von Gut und Böse beispielsweise)? Wie kann man verschiedenen Zielgruppen (Kindern, Erwachsenen) Wissen vermitteln? All diese Fragen beschäftigen mich schon eine ganze Weile.
Im Sommer habe ich mich nun dazu entschlossen, ein Fernstudium aufzunehmen, dass diese Fragen behandelt. Ich mache also jetzt einen Bachelor der Bildungswissenschaft an der Fernuniversität Hagen. Ich freue mich, dass die Studienunterlagen jetzt schon da sind, und kann es kaum erwarten loszulegen.
Sicher, ich könnte mir das Wissen anlesen. Aber ich fürchte, um mir wirklich fundiertes Wissen anzueignen, fehlt mir allein die Selbstdisziplin. Deshalb habe ich mich für dieses Studium entschieden – klare Struktur, ein Ziel am Ende und kleine Schritte, mit denen ich das Wissen erlangen kann.
Erziehung wird ja oft mit der Tätigkeit eines Gärtners verglichen, deshalb denke ich, dass dieser Beitrag zum Freutag, der Blogparade der Bauerngartenfee Petra Bauer, auch ganz gut hier in mein Gartenblog passt.
]]>